Abel Tasman Nationalpark

Neuseeland ist so ein tolles, fortschrittliches und modernes Land. Aber an einer Sache können sie noch arbeiten: Internet. Kaum ein Campingplatz bietet es an, wenn doch, dann nur mit einer Geschwindigkeit, dass man mit Mühe und Not sowie viel Geduld ein Foto per WhatsApp verschicken kann. An einen Reisebericht mit ganz vielen Fotos braucht man da gar nicht zu denken. Inzwischen sind wir in Australien und was soll ich sagen?

Bestes WLAN in unserer ersten Unterkunft! Das haben wir erstmal genutzt, um eine Datensicherung unserer Fotos in eine Cloud vorzunehmen. Außerdem haben wir einiges an Berichten nachzuholen und eigentlich sollte es hier ja auch um den Abel Tasman Nationalpark im Norden der Südinsel Neuseelands gehen. Also los!

Nachdem wir also in Kaikoura eine Delfin-Wal-Robben-Bootsfahrt gemacht haben, sind wir eine ziemlich lange Strecke gefahren und haben zwischendurch ein paar entspannte Tage verbracht. Bis auf die Tatsache, dass eine Thailänderin unseren Camper auf dem Parkplatz gerammt hat, gibt es hier nicht viel zu berichten. Glücklicherweise hat sie uns Bescheid gesagt und anschließend fleißig und sehr penibel die Schadensmeldung ausgefüllt (sorry, das Bild ist bestimmt nicht datenschutzkonform, war aber lustig anzusehen 🙂 ) Barney muss also fortan mit leicht ramponierte Nase weiterfahren!

Auf dem Weg in den Abel Tasman NP halten wir morgens in Kaiteriteri, einem netten Städtchen, in dem wir einen Kaffee mit Meerblick genießen und weil der nicht richtig wach gemacht hat, auch noch eine Runde schwimmen gehen. Herrlich, das Camperleben!

Von dort aus geht es weiter zum Split Apple Rock. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn es handelt sich um einen Stein, der tatsächlich aussieht, wie ein geteilter Apfel.

In der nächsten Stadt Takaka können wir unseren Camper mit Frischwasser versorgen und eine öffentliche, super saubere und moderne Dusche für 2 $ benutzen. Wenn Auto und Fahrer wieder frisch sind, kann man sich nämlich eine Übernachtung auf dem Campingplatz sparen und auf einem der freien Übernachtungsplätze schlafen.

Am nächsten Morgen geht’s ganz früh zu den Te Waikoropupu Springs – oder kurz: Pupu Springs. Hierbei handelt es sich um eine riesige Süßwasserquelle. Wir sind die ersten dort und können so ganz in Ruhe unsere kleine Runde machen und den Blick ins klare Wasser genießen.

Anschließend fahren wir nach Wainui auf einen großen Parkplatz und starten unsere Wanderung im Abel Tasman NP durch ein hübsches geschnitztes Maoritor. Es geht bergauf und bald haben wir die ersten tollen Ausblicke aufs Meer und die grüne Küste mit gelben Stränden. Es geht immer mal wieder hoch und runter zu den Stränden, dann wieder durch den Dschungel und am Ende nochmal ein furchtbarer Anstieg auf den Gibb’s Hill, der nun wirklich nicht nötig war. Es war aber eine tolle Wanderung mit vielen schönen Aussichten, einer faulen Robbe am Strand, Seeigeln, Muscheln und Wekas (frecher, hungriger neuseeländischer Laufvogel).

Danach geht es weiter nach Collingwood, dort gibt es nicht viel. Außer einem Campingplatz und einer Burgerbude. Was braucht man mehr nach einer anstrengenden Wanderung? Hier verbringen wir noch einen weiteren faulen Tag, bevor wir zum äußersten Zipfel der Südinsel, dem Farewell Spit, fahren. Genaugenommen kommen wir ganz nicht bis zum Zipfel, da dort ein Naturschutzgebiet ist, aber auch schon kurz davor ist ein wunderschöner und wilder Strand, den man über einen tollen Spaziergang durch eine Schafsweide erkunden kann.

Der letzte Abstecher auf der Südinsel geht in die Marlborough Sounds, hier folgen wir dem Queen Charlotte Drive in den Kenepuru Sound. Kurz vor Einfahrt in den Fjord müssen wir nochmal tanken. Perfekt, dort gibt es eine Challenge Tankstelle, von der haben wir die „spare 6 Cent pro Liter“ Kundenkarte. Aber die wird hier leider nicht akzeptiert. Und Kreditkartenzahlung kostet auch nochmal 2% extra. Spitze. Hier spart man nur nicht, hier zahlt man auch noch drauf! 😉

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