Arequipa

… ist die zweitgrößte Stadt in Peru und unser Tor zu den Anden. Wir sind mit dem Nachtbus gut hier angekommen und haben unser Hostel direkt am großen Hauptplatz „Plaza de Armas“ bezogen. Nach einem „Akklimatisierungstag“ haben wir einen Ausflug zum Colca Canyon gemacht und konnten dort ein bisschen Höhenluft schnuppern und Kondore beobachten. Außerdem sind wir eeeendlich auf Alpakas, Lamas und Vikunjas getroffen!

Mit einem kleinen Bus sind wir von der Ausgangshöhe der Stadt von 2.350 m auf eine maximale Höhe von 4.910 m gefahren; atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes!

Am nächsten Tag haben wir den Markt San Camilo besucht. Hier gibt es alles, aber wirklich alles! Von exotischem Obst (wir haben noch nie was von Chirimoya, Tumbo oder Pepino gehört – geschweige denn probiert) über Gemüse, Gewürze, Hühnerfüße und ganze (Kamel-?!)Köpfe mit Zunge und Zähnen.

Auch wenn wir schon Einiges auf eigene Faust erkundet haben, konnten wir bei einer Free-Walking-Tour noch viele schöne Ecken der Stadt entdecken. So liegen in den alten kolonialen Sillargebäuden (Vulkangestein) oft ganz tolle Innenhöfe mit Gärten, Restaurants und Cafés. Wir sind zu einem Aussichtspunkt hoch, von dem man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Berge und Vulkane hatte und konnten das Arequipa-typische Queso helado probieren. Wörtlich bedeutet das Käse-Eis, ist aber eigentlich nur ein Eis – ganz ohne Käse.

Unser fünfter Tag in Arequipa begann mit der Feststellung, dass der Strom ausgefallen war. Soweit nicht schlimm, gibt es halt keinen Kaffee zum Frühstück (okay, doch schlimm), aber man kann ja auch mal ohne. Wir wollten sowieso das Kloster besichtigen, da wird man ja wohl keinen Strom für brauchen. Ähm, hast du noch Geld? Nee, du? Nee, wir wollten doch heute wieder was holen. Hm. Kein Strom, kein Geldautomat, keine Kartenzahlung (die grundsätzlich hier sehr verbreitet ist!). Also erstmal spazieren gehen. Wir fanden aber tatsächlich einen funktionierenden Geldautomaten und waren wieder liquide. So konnten wir auch etwas essen gehen und obwohl wir die peruanische Küche wirklich sehr gut finden und alles ausprobieren, haben wir uns ausnahmsweise für italienisch entschieden, weil wir dachten, dass Nudeln und Pizza einen Tag ohne Kühlung wohl besser mitmachen, als Fisch und Fleisch. Anschließend ging es dann doch noch ins Kloster Santa Catalina und wir sind froh, dass wir auf all die Empfehlungen gehört haben, dass dies ein absolutes Muss ist!

Zuletzt seien noch einige kulinarische Highlights genannt: nachdem wir uns ja bereits an Ceviche mit rohem Fisch herangetraut (und für lecker befunden) haben und auch schon andere „harmlose“ peruanische Leckereien ausprobiert haben, konnten wir das Ganze nun mit Alpakasteak und Cuy tostado – kross gebratetem Meerschweinchen fortsetzen!

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