Blue Mountains und Sydney


Nur ein paar Kilometer vor Sydney liegen die Blue Mountains: ein Gebirge voller Eukalypthusbäume, Felswände und Wasserfälle. Leider war dieses Gebiet stark von den Buschbränden betroffen, sodass nicht sicher war, ob wir hier überhaupt hin können. Bei unserem Besuch war jedoch das Gegenteil der Fall: Es regnet.

Bei Ankunft scheint noch die Sonne und da wir ja den Wetterbericht gesehen haben, nehmen wir alles mit. Eine ziemlich verrückte Frau im Visitor Center empfiehlt uns einen Aussichtspunkt, den wir auch direkt ansteuern. Danach geht es weiter nach Katoomba im Herzen der Blue Mountains. Wir fahren durch enge Straßen, die sich durch das Sandsteingebirge winden, bis wir an DEM Lookout der Blue Mountains angekommen sind: Den „Three Sisters“, drei steil aufragenden Sandsteinfelsen. Von hier aus kann man unendlich weit schauen und kann gar nicht fassen, wie viele Bäume dort stehen. Und auch der Name ist Programm, die Blue Mountains tragen ihren Namen nämlich aufgrund des aufsteigenden Eukalypthusdunstes.

Die nächsten drei Tage verbringen wir auf einem Campingplatz mitten im Wald. Es gibt WCs, Duschen und super Internet. Außerdem sind meist nur drei, vier andere Camper mit auf dem Platz. Was will man mehr? Es regnet oft, manchmal gewittert es und der Himmel wird unheimlich gelb. Wir machen es uns im Camper gemütlich, lesen, essen, schauen die Unmengen an Fotos durch und holen die letzten Wochen Tatort nach (und was die ARD Mediathek sonst noch so hergibt, mehr ist im Ausland leider nicht verfügbar). Hin und wieder kommen ein paar freche Kakadus vorbei. Zwischendurch ist es immer mal wieder trocken und wir machen kleine Spaziergänge. Es ist auch mal schön, einfach mal nichts zu machen 🙂

Am letzten Tag kommt die Sonne wieder raus und wir machen eine kleine Wanderung zu den Wenthworth Falls. Teile des Weges sind aufgrund der Regenfälle gesperrt, aber trotzdem bekommen wir schöne Ausblicke und die beeindruckenden Wasserfälle zu sehen.

Als nächstes geht es Richtung Sydney! Natürlich wollen wir direkt mal das Opernhaus und die Harbour Bridge sehen. Okay, die Harbour Bridge ist halt eine Brücke, aber das Opernhaus ist wirklich schön. Wir haben einen guten Platz gefunden, von dem aus man beides sehen kann und sind damit schon mal zufrieden, sodass wir den Campingplatz ansteuern und alle weiteren Erkundungen auf den nächsten Tag -dann ohne Auto- verschieben.

Es geht am nächsten Tag mit der Metro in die Stadt, wir steigen eine Station vor der Brücke aus und gehen dann zu Fuß drüber. Man könnte auch noch auf die Türme hochfahren und dann über den Brückenbogen laufen, kann man aber auch lassen. Anschließend sind wir im Viertel „The Rocks“ und haben Hunger. Also erstmal stärken, bevor es zum Opernhaus aus der Nähe und in den Botanischen Garten geht.

Danach ging es erstmal zum Campingplatz zurück, weil wir abends nochmal loswollten, um uns Sydney bei Nacht anzuschauen. Wir haben zwei Empfehlungen bekommen: Essen in einem thailändischen Restaurant (mega!!!) und Cocktails in einer Hotelbar im 36. (?!) Stock. Das wollten wir mal auf uns zukommen lassen… Wie immer waren wir mit Turnschuhen und T-Shirt unterwegs, wir haben ja auch gar nichts anderes dabei. Als dann genau in dem Moment, wo wir den Eingang des Hotels im Blick hatten ein Paar in Anzug und Abendkleid herausspazierte, wurde uns klar, dass sich die Vorahnung bestätigt hatte und wir es doch lieber bei einem gemütlichen Bier und Cider auf dem Campingplatz belassen sollten.

Unseren letzten Tag in Sydney verbringen wir damit, mit der Fähre zum Vorort Manly zu fahren und wieder zurück. Anschließend geht es zum Bondi Beach und ein Stück die Küste entlang, bis uns die Sonne reicht und wir uns auf den Rückweg machen.

In der Nacht werden wir durch ein komisches Geräusch wach, können es aber nicht einordnen. Danach ist es erstmal ruhig, bis wir ein ganz leises, regelmäßiges „Puhhhhh“ hören. Auf der Suche nach der Herkunft stelle ich fest, dass es vom Dach kommt, wo sich ein Abzug über dem Gasherd befindet. Ich klopfe ein bisschen dagegen und dann rumpelt es. Auf der Motorhaube finden wir ein verwirrtes Possum, dass uns scheinbar in die Dachluke geschnarcht hat….

Beim Frühstück verabschieden wir uns von all unseren netten Campingnachbarn: den Loris, Truthähnen und dem lauten lachenden Hans und fahren weiter in den Myall Lakes Nationalpark!

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