Buenos Aires

Nach dem ganzen Gewandere in der Einsamkeit Patagoniens war es schon fast ein Kulturschock, in der Riesenstadt Buenos Aires anzukommen. Hier sollten wir die letzte Woche unserer insgesamt zweieinhalb Monate in Südamerika verbringen. Eigentlich wollten wir den ersten Tag -Sonntag- schön im Hotel rumgammeln, bis ich im Reiseführer gelesen habe, dass jeden Sonntag im Nachbarviertel San Telmo ein Markt stattfindet. Also nix mit Rumgammeln, ab zum Markt!

In einer Markthalle gab es von Obst, Gemüse über Restaurants, Cafés, Bars, Antiquitäten und sonstigem Schnickschnack einfach alles. Draußen ging es noch weiter, hier fand ein richtiger Trödel statt und es wurde so richtig klischeemäßig Tango getanzt. Wir machten noch einen Abstecher zum Hafen Puerto Madero und anschließend ging es wieder ins angenehm klimatisierte Hotel zurück. Im Gegensatz zum südlichen Argentinien herrschte hier nämlich eine ganz schöne Hitze von über 30 Grad.

Ich hatte eher durch Zufall mal in einem Buch vom sehenswerten Friedhof in Buenos Aires gelesen und der Reiseführer bestätigte ebenfalls, dass dieser einen Besuch wert sei. (Übrigens habe ich mir einige Tage den Kopf zerbrochen, in welchem Buch ich darüber gelesen habe: es ist Auris von Fitzek/ Kliesch.) Wir marschierten etwa drei Kilometer durch die Stadt, bis wir dort ankamen. Mitten in der Stadt von Mauern umgeben liegt der Friedhof Recoleta. Es ist ein schickeres Viertel und auf dem Friedhof liegt die tote High Society von Buenos Aires, unter anderem Evita. Ganz schön schicke Gebäude haben die hier für die Toten errichtet und so eine Palme auf dem Grab hat natürlich auch was.

Um auch ein bisschen Kultur in unseren Aufenthalt einzubauen besuchten wir das Museo de las bellas artes. Ähm ja. Okay, so ein Monet ist schön. Aber mit dem Rest können wir nicht wirklich etwas anfangen. Ansonsten ließen wir uns auch einfach mal treiben, was in dieser schönen Stadt auch sehr gut möglich ist. Wir fühlten uns hier zu keiner Zeit unsicher, wobei wir natürlich auch die ausgewiesen gefährlichen Viertel gemieden haben.

Schnell ging die Woche rum und unser Flug nach Neuseeland stand an! Also wieder Rucksäcke packen und ab in den Flieger!
PS: Wir sind dort bereits gut angekommen und von unserem turbulenten Auftakt bei den Kiwis berichten wir das nächste Mal 😉

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von Anders Noren.

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