Die erste Woche in Peru!

Nach 12 Stunden Flug sind wir am 1. Oktober endlich in Lima gelandet! Auch unsere Rucksäcke haben ihre erste Reise gut überstanden und wir konnten uns in das Getümmel stürzen. Die Stadt empfing uns mit einem ganz normalen Verkehrschaos und wir waren froh, im Taxi zu sitzen.

Die rund 20 km zur Unterkunft legten wir in etwa einer Stunde zurück. Eine Einhaltung von Fahrbahnen gibt es hier nicht, wer zuerst hupt, fährt auch zuerst. An jeder Ecke steht ein Verkehrspolizist und regelt wild gestikulierend den Verkehr. Unsere erste Unterkunft lag im sicheren und sauberen Stadtteil Miraflores, von den Protesten am Parlament in der Innenstadt haben wir nichts mitbekommen.

Den ersten Tag verbrachten wir damit, durch den Stadtteil zu streifen und die Gegend zu erkunden. Hängengeblieben sind wir dann im Schokoladenmuseum in der Calle Berlin. Im Workshop lernten wir viel über die Kakaobohne und deren Herstellungsprozess. Yudar (unser „Schokoladenlehrer“) zeigte uns Anbaugebiete und Unterschiede im Geschmack. Wir machten unsere eigene Schokolade und konnten uns durch sämtliche Leckereien futtern: Pisco-Schnaps mit Chili-Schoko, Schokoladentee, fermentierten Kakaofruchtsaft und natürlich Schokolade in allen Variationen!

Lima ist für uns eine faszinierende Stadt! Laut, schnell, hektisch, offen und voller Collectivos! Collectivos muss man mal gesehen haben! Googelt das mal, wenn ihr Bilder von überfüllten klapprigen Minibussen findet, dann seid ihr richtig 🙂

Von Lima aus traten wir unsere erste Busfahrt mit Cruz del Sur an. Unsere Gastgeberin Uli half uns bei der ersten Buchung und organisierte uns ein Uber zum Busbahnhof. Die erste Busfahrt war sehr entspannt und ging etwa dreieinhalb Stunden die Panamericana gen Süden.

Nächster Halt: Paracas! Ein Dorf, wie man es sich eher in Nordafrika vorstellt. Sandige Gassen, Sandstürme, kein Haus fertig gebaut. Paracas hat aber dennoch einiges zu bieten: Am nächsten Tag machten wir eine Tour mit dem Speedboat zu den Islas Ballestas. Auf dem Weg dorthin fuhren wir am „Candelabro“ vorbei, eine riesige Erdzeichnung, deren Bedeutung und Ursprung noch nicht geklärt ist. Kurze Zeit später erreichten wir die Inseln voller Seelöwen, Blaufußtölpel, Humboldpinguine und Möwen. Wir sahen auch Inkaseeschwalben, Pelikane und eine Krabbe. Der Ausflug dauerte etwa zwei Stunden und war wirklich ein tolles Erlebnis!

Zum Abschluss unseres Tages in Paracas aßen wir noch das peruanische Nationalgericht Ceviche (roher Fisch und Meeresfrüchte mit Limette mariniert mit ordentlich Zwiebeln, Mais und süßen Kartoffeln) und tranken einen Pisco Sour (Weinschnaps, Limettensaft, Zuckersirup, Eiweiß, Zimt). Klingt abenteuerlich, hatte aber keine gesundheitlichen Folgen 😉

Die nächste Busfahrt brachte uns nach Ica und von dort fuhren wir mit dem Taxi in die Wüstenoase Huacachina. Direkt hinter dem Hotel begann die rund 200 m hohe Sanddüne. 20 Meter laufen, Herzrasen, Pause, Foto. Oben wurden wir mit einem traumhaften Ausblick auf die Oase und Ica belohnt!

Und wieder eine Busfahrt, diesmal sollte es nach Nazca gehen! Was man hier sehen kann, ist klar: die Nazcalinien – und zwar von oben! Also ging es direkt morgens zum Flughafen, von wo aus die kleinen Flieger (2 Piloten, 4 Touristen) starten. Wir bekamen am Schalter noch einen Stempel in den Reisepass „I overflew the Nazca lines“ – yeah! Und dann hoben wir ab!

Jetzt lassen wir es uns noch ein bisschen im Hotelgarten gutgehen, beobachten die Kolibris und warten auf unseren Bus nach Arequipa!

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