Iguazú

Drei Uhr nachts, der Wecker klingelt. Heute geht es zu den Iguazú Wasserfällen! Das Taxi bringt uns zum Flughafen in Buenos Aires, von dort fliegen wir etwa zwei Stunden nach Iguazú. Es liegt auf der Grenze von Argentinien, Brasilien und Paraguay und beherbergt die größten Wasserfälle Südamerikas. Ein weiteres Taxi bringt uns vom Flughafen zum Eingang des Nationalparks. Der Fahrer sieht es als seinen Auftrag an,

uns alles über die möglichen Wege im Park, die Bootsfahrten, Grenzüberquerungen und Highlights zu erzählen. Und dann bekommen wir noch seine Visitenkarte für den Rückweg.
Am Park angekommen zahlen wir den vergleichsweise günstigen Eintritt von etwa 12 Euro. Es ist etwa 8 Uhr morgens und schon ordentlich warm. Wir machen uns auf den Weg zum Lower Trail, dieser führt auf der untere Ebene ganz nah an den Fällen vorbei. Schon auf dem Weg dorthin erleben wir unser erstes Highlight: Auf einem Baum sitzt ein Tukan! Wow! Ein Wunder, dass er mit diesem Riesenschnabel nicht vom Ast fällt.

Weiter geht es den Weg entlang. Wir sind hier wirklich im Dschungel, mit allem was dazu gehört: unendlich viel Grün, Palmen, lautem Surren, Pfeifen und Zwitschern, natürlich den obligatorischen Spinnen und einer unglaublichen Luftfeuchtigkeit. Unterwegs sehen wir die ersten verschlafenen Nasenbären durch den Busch tingeln. Und dann lichtet sich der Dschungel und wir haben den ersten Blick auf die Wasserfälle!

Als nächstes machen wir auf den Weg zum Upper Trail, hier kann man die Wasserfälle von oben sehen. Außerdem sind die Nasenbären nun auch ausgeschlafen und plündern auf der Suche nach Frühstück die Provianttaschen der Touristen.

Nachdem wir einen kleinen Mittagssnack hatten – sicher eingesperrt im Käfig, um ungestört vor den kleinen plüschigen Dieben essen zu können – nehmen wir den offenen Zug (eher eine Bimmelbahn) zum erklärten Highlight des Parks: der Teufelsschlund. Noch vor Erreichen des „Abgrunds“ erleben wir ganz unerwartet mein persönliches Highlight des Tages: neben dem Plankenweg futtert ein Wasserschwein ganz gemütlich Grünzeug in sich hinein. Trotz des wie ich finde immer leicht arroganten Blicks ist es einfach zum Knuddeln 🙂 Auf unserer Dschungeltour hatten wir leider nicht das Glück, Wasserschweine zu sehen und daher hatten wir diese Sichtung bereits abgeschrieben. Umso schöner, dass wir es doch noch ganz überraschend so kurz vor Verlassen des Kontinents sehen konnten! Auch hier wurden zugegebenermaßen wieder zu viele Fotos gemacht, aber was soll’s. Wer weiß, wann man das nächste Mal ein Wasserschwein in freier Wildbahn sieht.

Der Weg führte uns am Wasserschwein vorbei zum Teufelsschlund. Soooo viel Wasser, das einfach unaufhörlich dort runterrauscht, unglaublich. Man konnte vor lauter Gischt kaum sehen, wie das Wasser unten ankommt.

Wir waren abends ganz schön geschafft, als wir ins Flugzeug zurück nach Buenos Aires stiegen. Trotz furchtbarer Klimabilanz (sorry Greta) hatten wir einen wunderschönen Tag!

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