Machu Picchu

Wenn es eine Sache in Peru gibt, die jeder kennt und wahrscheinlich jeder Perureisende besucht, dann ist das wohl Machu Picchu! Schon im März hatten wir das Ticket für den Besuch der alten Inka-Stadt sowie für die Besteigung des anliegenden Montaña Machu Picchu gebucht, denn es dürfen täglich „nur“ 400 Menschen auf den Berg und die Tickets sollen schnell vergriffen sein. Also haben wir uns dieses inklusive der Zugtickets schnell gesichert.

Am 24.10. war es dann soweit, morgens ging es von Cusco aus etwa drei Stunden mit dem Glasdachzug durch die Täler zwischen hohen Bergen immer am Fluss Urubamba entlang nach Aguas Calientes. Das ist ein schäbiges Dorf am Fuß des Berges, wo Machu Picchu liegt. Zum Glück hatten wir uns hier ein vernüftiges Hotel gesichert, aber dazu später mehr.

Da wir den ersten Einlass gebucht hatten, standen wir schon um 4 Uhr morgens auf, konnten noch schnell frühstücken und gingen dann zur Bushaltestelle. Wir hatten uns nach einigem Überlegen dazu entschieden, die bequeme Variante zu wählen und uns die etwa 8 km auf den Berg mit dem Bus chauffieren zu lassen. Der Preis ist mit 24 USD pro Person bergauf und bergab für peruanische Verhältnisse reinster Wucher, sollte sich aber als goldrichtige Entscheidung herausstellen. Kurz vor 6 Uhr waren wir dann oben vor den Toren, wo schon einige Touris auf Einlass warteten. Pünktlich gingen die Pforten auf und jeder wurde nochmal genauestens mit Ticket und Reisepass kontrolliert. Da wir einen Korridor von 7 bis 8 Uhr für den Einlass auf den Bergpfad hatten, machten wir uns direkt dorthin auf. Der Blick auf Machu Picchu war bisher eher ernüchternd:

Irgendwo im Nebel muss es sein…

Um 7 Uhr öffnete dann auch das Tor zum Aufstieg: Ticket, Reisepass und Eintragung ins große Buch der Montañabesteiger. Beim Rückweg muss man sich wieder austragen, damit auch keiner verloren geht. Und los. 2670 Stufen. Und das bei einem Ausgangspunkt auf bereits etwa 2.400 Metern. Da geht einem schnell die Puste aus. Ich will jetzt nicht viel rumjammern, aber es war schon echt mega anstrengend https://www.youtube.com/watch?v=t8oCXpg1ALc. Belohnt wurden wir dann aber mit diesem Ausblick:

Dann ging es die 2.670 Stufen wieder runter… Aua aua… Wir haben nochmal Sonnencreme nachgelegt und uns bei strahlendem Sonnenschein auf den One-Way Rundweg zur Erkundung der Ruine gemacht. Seht selbst:

Am Ende waren wir sehr froh; 1. dass wir uns für den Weg zum Eingang den Bus gegönnt haben, sonst wären wir wohl anschließend nicht mehr auf den Berg gekommen, 2. dass sich Wolken und Nebel so schnell verzogen haben und wir das wohl beste Wetter hatten, dass man sich nur wünschen kann, 3. dass wir auch für den Weg runter den Bus gebucht haben, denn meine Beine hätten keine weitere Treppenstufe abwärts mehr zugelassen, 4. dass wir es uns anschließend im Hotel im Bademantel und Pizzaservice aufs Zimmer gutgehen lassen konnten! 😀

Am nächsten Tag ging es wieder mit dem Zug zurück nach Cusco. An dieser Stelle müssen wir mal unsere Begeisterung über unseren Taxifahrer loswerden! Er hat uns auf dem Hinweg zum Bahnhof gebracht und wir haben mit ihm in unserem grandiosen Spanisch (Ironie) die Abholung am übernächsten Tag vereinbart. Zunächst mal hat er sehr viel Verwirrung gestiftet und am 24. behauptet, wir hätten bereits den 25. Das wäre extrem blöd gewesen, Zug, Hotel, Eintritt… Aber alles gut. Er fotografierte unser Rückfahrticket und versprach da zu sein. Gerechnet haben wir irgendwie nicht damit, denn mit dem Datum hatte er es ja nicht so und vermutlich würde er uns ganz schnell vergessen, sobald er einen anderen Fahrgast hat. Aber nein! Er stand mit Namensschild am Bahnhof und hat auf uns gewartet! Genial!

In den nächsten Tagen haben wir noch einen Ausflug von Cusco aus geplant, dann neigt sich unsere Zeit in Peru auch schon dem Ende und wir werden über den Titicacasee nach Bolivien reisen. Wir werden berichten! 🙂

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