Welcome to the jungle!

Am 15. Oktober sind wir in Cusco angekommen und haben natürlich erstmal den ersten Weltreisegeburtstag mit Wein, Bier und Tapas gefeiert 🙂 Für Geschenke war leider kein Platz im Rucksack, daher haben wir uns einfach einen Ausflug in den Dschungel geschenkt. Ausgestattet mit

unseren kleinen Tagesrucksäcken und einer Reisetasche vom Veranstalter wurden wir am 17.10. in aller Frühe von einem Minibus abgeholt. Zu unserem Erstaunen war die Tour mit uns, dem Guide, dem Koch, dem Fahrer und einem israelischen Ehepaar auch schon komplett und wir konnten uns auf den Weg raus aus der Stadt in den Regenwald machen. Erstmal ging es durch einige kurvenreiche Bergstraßen, bevor es langsam immer grüner wurde. Bereits bei der Anfahrt in den Manu Nationalpark konnten wir unterwegs immer wieder tolle bunte Vögel und Wollaffen in den Bäumen beobachten! Hammer, das hatten wir gar nicht erwartet, dass es schon am ersten Tag so losgeht!

Abends erreichen wir die Rainforest Lodge, wo wir unsere „Doppelhaushälfte“ beziehen. Es regnet in Strömen, es gibt nur kaltes Wasser, aber die Eindrücke vom Tag und das meeegaaa Essen, dass uns Koch Richard zaubert entschädigen für alles!

Nach einer regen- und gewitterreichen Nacht machen wir uns Sorgen, ob die Straßen vielleicht nicht passierbar seien, aber unser Guide Jordy kann uns beruhigen, völlig normales Wetter; „It’s rainforest“. Na dann. Also geht es weiter mit dem Bus bis zum Hafen in Atalaya, von hier aus geht es nur noch mit dem Boot weiter. Also werden Rucksäcke, Wasserkanister, Proviant und wir aufs Boot geladen und durch den Regen in der Nacht geht es auf den stark angestiegenen und wilden Fluss „Madre de dios“ – Mutter Gottes – dann kann ja nichts schief gehen.

Unterwegs machen wir Halt an einer heißen Quelle und baden mitten im grünen Regenwald im wiiiirklich heißen Wasser während um uns herum bunte Schmetterlinge und Vögel fliegen – mega! Es scheint sich um eine magische Quelle zu handeln, die auf mysteriöse Art und Weise Silberschmuck gold färbt – vielleicht ein neues Geschäftsmodell?!

Während wir entspannt gebadet haben, war die Crew fleißig und hat uns auf dem Boot (!) ein Mittagessen gebrutzelt – wie geil ist das denn?!

Wir düsen weiter und erreichen nach einiger Zeit eine Anlegestelle, die kein normaler Mensch als solche erkennen würde. Vielleicht ist hier der Bewuchs ein bisschen dünner, das war es aber auch schon. Nach einem kleinen Spaziergang erreichen wir die Bonanza Lodge, ich glaube hier ist das Paradies. Kleine Hütten auf Stelzen, Limettenbäume, Kokospalmen, Bananenstauden, Hängematten, Kolibris, Schmetterlinge und Affen.

Hier könnte man es ewig aushalten, aber Jordy hat andere Pläne. Ab geht es unter die (wieder kalte, aber erfrischende) Dusche, Gummistiefel anziehen, Lunchpaket einpacken und ab durch den Dschungel zum Camouflage Aussichtsturm. Dennis wird zu seiner Begeisterung mit einer Machete ausgestattet, von der er auch ausgiebig Gebrauch macht. Unterwegs dorthin sehen wir jede Menge Totenkopfäffchen durch die Bäume sausen, riesengroße Bäume, Glühwürmchen und die tropische Riesenameise von etwa 2,5 cm.

Auf dem Aussichtsturm angekommen gibt es erstmal das Lunchpaket, bevor wir unser Nachtlager, bestehend aus Matratze und Moskitonetz, vorbereiten. In Schichten sollen wir alle 5-10 Minuten den vor uns liegenden Tümpel mit der Taschenlampe absuchen. Jordy übernimmt die erste Schicht, nichts. Wir übernehmen. Licht an, absuchen, Licht aus. Warten. Licht an, absuchen, Licht aus. So geht es etwa 45 Minuten. Licht an, absuchen, da steht ein Tapir!!! Wir genießen einige Sekunden etwas egoistisch den Anblick für uns allein, bevor wir die anderen wecken. Ganz vorsichtig und langsam bewegt es sich durch den Tümpel, wir trauen uns kaum zu atmen, so gebannt beobachten wir das wirklich große Tier. Dann ist es auch schon wieder verschwunden, aber die Erinnerung wird bleiben. Während unserer Schicht passiert nichts mehr. Wir übergeben, gehen kurz in den Busch, kommen wieder hoch, alle schnarchen, inklusive dem vorgesehenen Tapir-Sucher. Das war es dann wohl.

Nach dieser ereignisreichen und schlafarmen Nacht kehren wir zurück ins Camp, es gibt ein grandioses Frühstück und wir können ein bisschen Schlaf nachholen, bevor es auf die nächste Wanderung geht. Hier sehen wir Fledermäuse, fleißige Blattschneideameisen bei der Arbeit, Affen und Pilze, die man besser nicht essen sollte.

Als Belohnung nach der schweißtreibenden Wanderung „erntet“ uns Jordy Kokosnüsse und endlich kommt die Machete sinnvoll zum Einsatz 😛

Genug entspannt, weiter geht’s! Diesmal laufen wir zu einem Vogelbeobachtungsturm, von dem aus wir rote und grüne Papageien, einen Specht und einen Tukan sehen können. Dabei haben wir einen tollen Ausblick auf den Sonnenuntergang. Zurück geht es im Dunklen im Licht unserer Taschenlampen. Wir sehen wieder Glühwürmchen in verschiedenen Farben leuchten, Frösche, Raupen, „tolle“ Spinnen, Käfer, Kakerlaken

In den nächsten zwei Tagen sind wir auf „Rückreise“, verlassen die Lodge, gehen zurück aufs Boot, machen noch eine Floßfahrt und besuchen einen kleinen Markt. Diese fünf Tage waren der Hammer!!!

2 Kommentare zu „Welcome to the jungle!

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